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Ölpreis verliert zum Wochenanfang (19.09.2022)

Ölpreis verliert zum WochenanfangDie Ölwerte haben zum Wochenstart nochmal deutlich Federn lassen müssen. Als größter Nachfragedämpfer gilt dabei der steigende Dollarkurs. Da Rohstoffe wie Rohöl meist in US-Dollar gehandelt werden, hat der Kurs der Währung meist direkt Auswirkungen auf die Nachfrage des Rohstoffs.

Aber auch steigende Zinsen der Zentralbanken weltweit sorgen für einen Dämpfer im Absatz. Mit zunehmender Zinslast wird es für Industrie- und Handel auch teurer sich entsprechend liquide Mittel zu leihen. Dies könnte auch die Konjunktur vieler Volkswirtschaft nachhaltig schädigen. Finanzexperten rätseln zudem immer noch, ob die Inflation wirklich mit Zinsanhebungen in den Griff zu bekommen ist – als Auslöser wird derzeit weniger die Menge des im Umlauf befindlichen Geldes in Betracht gezogen, sondern eher die mangelnde Verfügbarkeit von Waren – ein Rückgang der Konjunktur könnte diese Angebotsknappheit weiter verschärfen. Von Chip-Shortage über Toilettenpapierknappheit, über einen Engpass beim Speiseöl bis hin zur Unterversorgung mit Mehl – war im Verlauf des Jahres immer Mal ein Mangel deutlich sichtbar insbesondere bei leeren Regalen im Supermarkt. Während die Chip-Shortage wahrscheinlich durch ein absolutes Nachfragetief im Unterhaltungssegment immer an Bedeutung verliert, könnte z.B. Toilettenpapier über den Winter zur Mangelware werden, da die Herstellung bzw. das Trocknen des Papieres sehr Gasintensiv ist.

Für etwas Zuversicht sorgen am Ölmarkt derzeit Meldungen aus China, wo die Metropole Chengdu vom wochenlangen Lockdown befreit wurde, die nun wieder anlaufende Wirtschaft in der Region stellt eine steigende Ölnachfrage in China in Aussicht.

Rohöl aus den USA kostet derzeit 83,27 US-Dollar je Fass, für das europäische Brent muss man 89,51 US-Dollar pro Fass bezahlen. In Deutschland liegt der Liter Diesel aktuell bei 2,034 € durchschnittlich während der Liter Heizöl mit etwa 1,53 € zu Buche schlägt. Unterdessen sind die Septembertage wechselhaft und eher kühl, so dass Vielerorts die Heizsaison wohl recht früh beginnt.

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